Nach Venezuela: Trump droht Kolumbien und Mexiko mit Militäreinsätzen

1 dzień temu
Proteste vor der US-Botschaft in Dublin gegen Trumps Militärintervention in Venezuela (Symbolbild) (Photo by Natalia Campos/Getty Images) Getty Images

US-Präsident Donald Trump hat nach der Militäraktion in Venezuela weitere Interventionen in Lateinamerika angekündigt. Er bekräftigt die historische Monroe-Doktrin - und nennt sie jetzt «Donroe-Doktrin». Das Wortspiel aus seinem Vornamen und dem Namen des ehemaligen US-Präsidenten James Monroe signalisiert: Die USA beanspruchen die Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre.

Auf dem Rückflug von Florida nach Washington am Sonntag äußerte sich Trump zu möglichen weiteren Militäreinsätzen. Eine Reporterin fragte nach Armeeinsätzen. Trump antwortete: «Klingt gut.» Über Kolumbien sagte er: «Kolumbien ist auch sehr krank und wird von einem kranken Mann regiert, der gerne Kokain herstellt und es den Vereinigten Staaten verkauft.» Dann fügte er hinzu: «Und das wird er nicht mehr sehr lange tun.»

Auch Mexiko nannte Trump als mögliches Ziel. Die Präsidentin des Landes respektiere er zwar, doch wegen der Drogenkartelle müsse man «was tun».

Der Begriff «Donroe-Doktrin» tauchte Anfang 2025 erstmals in der New York Post auf. Die Washington Post griff ihn zum Jahreswechsel auf. Mittlerweile verwendet Trump selbst den Begriff.

Monroe-Doktrin auf Steroiden

Die neue US-Sicherheitsstrategie macht die Richtung deutlich. Auf Seite 15 heißt es: «Nach Jahren der Nichtbeachtung werden die Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin bekräftigen und durchsetzen, um die amerikanische Vorrangstellung in der westlichen Hemisphäre wieder herzustellen.»

Außenminister Marco Rubio formulierte es so: «Dies ist die westliche Hemisphäre, hier leben wir, und wir werden es nicht zulassen, dass die westliche Hemisphäre zu einer Operationsbasis für Gegner, Wettbewerber und Rivalen der Vereinigten Staaten wird.»

Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte vor Armeeanwärtern: «Es gab Amerikaner, die die Monroe-Doktrin bereits 1823 durchgesetzt haben.» Dann fügte er an: «Hier sind wir jetzt, im Jahr 2026, und Präsident Trump stellt Dominanz und Abschreckung in unserer Hemisphäre wieder her. Sie werden ein Teil dieses Erbes sein. Das ist ziemlich cool.»

Historische Wurzeln

Die ursprüngliche Monroe-Doktrin formulierte Präsident James Monroe vor fast 200 Jahren. Sie verbot europäischen Mächten die Einmischung in Lateinamerika. Präsident Theodore Roosevelt erweiterte sie 1904: Die USA beanspruchten das alleinige Interventionsrecht in der Region.

Der Rechtsexperte Kai Ambos sieht in Trumps «Donroe-Doktrin» eine Wiederbelebung alter Machttheorien. Der Kronjurist des Dritten Reichs, Carl Schmitt, entwickelte in den späten 1930er-Jahren die Theorie regionaler Einflusssphären. Laut Ambos gehe es um «eine Aufteilung der Welt in Bereiche, in denen die wenigen Großmächte letztlich machen können, was sie wollen: Russland in Osteuropa, die USA in Lateinamerika, China in Südostasien».

Folgen für Europa

Die Sicherheitsstrategie fordert am Ende des Kapitels zur westlichen Hemisphäre: «Wir sollten jede Anstrengung unternehmen, um auswärtige Firmen rauszudrängen, die in der Region Infrastrukturprojekte durchführen.» Das könnte europäische Bauunternehmen in Lateinamerika treffen.

Trump erklärte zur US-Dominanz in der westlichen Hemisphäre: «Die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisphäre wird niemals wieder infrage gestellt.» Man habe die Monroe-Doktrin «ein Stück weit vergessen», sie sei aber «sehr wichtig» gewesen. «Wir werden sie nicht mehr vergessen», so Trump.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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