Über das Buch „Die Deutschen in Polen”
Zwölf Jahre nach der Wende in Europa, nach dem Fall der Berliner Mauer und dem politischen Wandel im sowjetischen Einflussbereich, erlebten wir auch Freiheit in Bezug auf Kultur und Bräuche. Wir konnten nun auch öffentlich die Sprache unseres Herzens sprechen.
Dank Bischof Alfons Nossol konnten wir an Messen in deutscher Sprache teilnehmen, die leider jetzt aus unseren Kirchen verschwinden. Der Pass war schon zu Hause, und man musste nicht mehr nett zu den Beamten der Miliz sein, die einem diesen Pass möglicherweise nicht ausstellen würden. Viele nutzten die Möglichkeit, legal in Deutschland oder den Niederlanden zu arbeiten.
Eher wie ein Comic
Im Jahr 2001 erschien das Buch „Niemcy w Polsce” (Die Deutschen in Polen) aus der Reihe „A to Polska właśnie” (Das ist Polen), herausgegeben vom Verlag Wydawnictwo Dolnośląskie. Neben Büchern über den Adel, die polnische Küche und einzelne Regionen Polens, die viele für die polnische Identität und Kultur wichtige Themen behandeln, gab es auch eine Publikation über uns – über die Darstellung von uns von den Anfängen des polnischen Staates bis zum Erscheinungsjahr des Buches und nicht nur durch die Brille des Zweiten Weltkriegs.
Der Autor ist Prof. Marek Zybura, damals Professor an der Universität Oppeln, heute in Breslau tätig. Dieses Buch zeigt – entgegen dem, was man in polnischen Schulen und in den polnischen Medien gehört hat und hört – 1000 Jahre gemeinsamer Geschichte und gemeinsam genutzter Chancen: Technologietransfer, Wissen, moderne Wirtschaftsmethoden, Städtegründungen nach Magdeburger und Neumarkter Recht, die Möglichkeit eines besseren Lebens, Karrierechancen – darum geht es in dieser Publikation.
Dieses Buch zeigt – entgegen dem, was man in polnischen Schulen und in den polnischen Medien gehört hat und hört – 1000 Jahre gemeinsamer Geschichte und gemeinsam genutzter Chancen.
Auf Kreidepapier gedruckt und mit farbigen Illustrationen versehen, ermüdet es den Leser nicht, sondern regt dazu an, die nächste Seite aufzuschlagen. Es erinnert eher an einen Comic als an ein wissenschaftliches Buch – aber gerade diese Form ermöglicht es, eine Fülle nicht nur interessanter, sondern auch wichtiger Informationen aus der Geschichte Polens im Zusammenhang mit Deutschland zu vermitteln: von Politik und Militär über Sitten, Recht und Wirtschaft bis hin zu Bildung und Unterhaltung.
Beginnen wir bei uns selbst
Sind wir heute für die Polen genauso interessant wie damals? Sind wir für uns selbst interessant? Und ist in uns noch der Geist, der sich in Kreisau dank Bischof Nossol, einem Synek aus der Krappitzer Gegend, offenbart hat? Der Geist der Handwerker und Industriellen, deren Unternehmen es in jeder Gemeinde gibt. Der Geist, der uns – wie in einer antiken Tragödie – dazu veranlasste, unserer Gefallenen zu gedenken und dank dem renovierte oder neu errichtete Denkmäler entstanden sind. Nicht zum Ruhm, sondern zum Gedenken.
Wurde er nicht von einem fast 100-Zoll-Fernseher übertönt, auf dem es keine Satellitenprogramme mehr gibt? Wollen wir das beste Medium für Kultur und Bräuche kennenlernen – unsere Herzenssprache?
Ich habe bereits vor einigen Jahren vorgeschlagen, dass wir eine Neuauflage dieses Buches bestellen und es allen Abgeordneten, Senatoren sowie Regierungs- und Präsidentschaftsministern schenken sollten. Vielleicht würden nicht alle es lesen, aber ein Teil der wichtigen Inhalte würde die Entscheidungsträger erreichen. Beginnen wir bei uns selbst. Lassen wir uns von den Ideen von Prof. Zybura inspirieren.
Ich empfehle die Lektüre – es lohnt sich. Das Buch kann man manchmal noch im Internet kaufen oder in einer guten Bibliothek ausleihen. Sehen wir, dass das Leben der Polen und Deutschen nicht nur aus Kriegen besteht, sondern aus vielen Jahren des positiven Austauschs in allen Bereichen des Lebens.





![To była ostatnia tegoroczna przysięga podlaskich terytorialsów [FOTO]](https://zambrow.org/static/files/gallery/130/1767781_1764487918.webp)

![Uczennice II LO w Katowicach stworzyły „Serca Bez Wieku”. To integracja młodego pokolenia z seniorami [Zdjęcia]](https://www.wkatowicach.eu/assets/pics/aktualnosci/2025-11/IMG_7519.jpg)
![Jak promować markę w sieci? Socialove wraca do Katowic już 2 grudnia! [Zdjęcia]](https://www.wkatowicach.eu/assets/pics/aktualnosci/2025-11/DSC02414_Du%C5%BCy.jpeg)

