Der Ausbau der Windkraft an Land hat in Deutschland 2025 stark an Fahrt gewonnen. Die neu installierte Leistung wuchs um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 5,2 Gigawatt, wie der Bundesverband Windenergie und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Power Systems mitteilten. Insgesamt gingen 958 neue Windräder ans Netz – das zweitbeste Jahr beim Windausbau überhaupt. Dennoch droht Deutschland sein gesetzliches Ziel für 2026 zu verfehlen.
Nach Abzug stillgelegter Altanlagen stieg die installierte Leistung netto um 4,6 Gigawatt auf insgesamt rund 68 Gigawatt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz schreibt für Ende 2026 jedoch 84 Gigawatt vor. Für dieses Jahr erwarten die Verbände zusätzliche 8 bis 8,5 Gigawatt – zu wenig, um das Ziel zu erreichen.
Die rund 29.000 Windräder an Land produzierten 2025 insgesamt 106,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das waren fünf Prozent weniger als im Vorjahr, bedingt durch ein außergewöhnlich windarmes Frühjahr. Dennoch blieb Windkraft an Land mit 24 Prozent die wichtigste Stromquelle in Deutschland.
Niedersachsen verdoppelt Ausbau
In Niedersachsen beschleunigte sich der Ausbau besonders stark. Mit 209 neuen Anlagen und rund 1.160 Megawatt neu installierter Leistung verdoppelte das Bundesland sein Vorjahresergebnis nahezu. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 127 Anlagen mit 673 Megawatt gewesen.
Bundesweit rangierte Niedersachsen damit auf Platz zwei hinter Nordrhein-Westfalen. Niedersachsen errichtete mehr als jedes fünfte neue Windrad in Deutschland. Gut ein Drittel der neuen Leistung entfiel auf Repowering – den Ersatz alter Anlagen durch moderne, leistungsstärkere Turbinen. Dennoch blieb das Land hinter seinem selbstgesteckten Jahresziel von 1.500 Megawatt zurück.
Genehmigungen steigen deutlich
Bei den Genehmigungen verzeichneten die Verbände einen Anstieg um fast 50 Prozent auf 20,7 Gigawatt. Da von der Genehmigung bis zur Inbetriebnahme durchschnittlich mehr als zwei Jahre vergehen, dürfte sich dieser Schub erst in den kommenden Jahren in den Ausbauzahlen niederschlagen.
Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer von VDMA Power Systems, betonte die wachsende Bedeutung der Windenergie für die Energiewende. Zugleich verwies er auf zunehmende Sicherheitsbedrohungen durch geopolitische Entwicklungen, die sowohl die physische als auch digitale Sicherheit der Anlagen beträfen.
Industrie fordert verlässliche Politik
Die Branche mahnte verlässliche politische Rahmenbedingungen an. Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbands Windenergie, erklärte, die Windindustrie habe ihre Hausaufgaben gemacht. Sie kritisierte jedoch Verzögerungen beim Netzausbau.
Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) hatte angekündigt, die Kosten der Energiewende senken zu wollen. Dazu will die Ministerin Betreiber von Grünstromanlagen künftig stärker an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.
Rendschmidt forderte die Politik auf, nationale Sicherheitsinteressen beim weiteren Ausbau zu schützen und den Zugang zu kritischen Komponenten für Hersteller zu gewährleisten.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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