SKGD zaprosił na tradycyjne noworoczne spotkanie w Opolu

wochenblatt.pl 1 godzina temu
Zdjęcie: Rafał Bartek, Vorsitzender der SKGD Foto: Stefani Koprek-Golomb


„Projekte gelingen nur dann, wenn man im guten Dialog bleibt“

Am Montag versammelten sich Vertreter der deutschen Minderheit, Mitarbeiter verschiedener Organisationen sowie Partner aus Politik und Gesellschaft in Oppeln zum traditionellen Neujahrstreffen der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD). Im Mittelpunkt des Treffens standen der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2025, die Vernetzung der Akteure sowie die strategischen Ziele für das Jahr 2026.

Das Neujahrstreffen der SKGD dient seit Jahren als zentrale Plattform für den Austausch zwischen den Organisationen der deutschen Minderheit und regionalen Entscheidungsträgern. Der Vorsitzende der SKGD, Rafał Bartek, begrüßte die Gäste mit einem Rückblick auf das vergangene Jubiläumsjahr 2025, in dem die SKGD ihr 35-jähriges Bestehen feierte.

Neujhahrstreffen der SKGD
Foto: Stefani Koprek-Golomb

Ein Jahr der Jubiläen und des politischen Wandels

In seiner Rede betonte Bartek die Bedeutung des Gedenkens an die Oberschlesische Tragödie vor 80 Jahren sowie das 20-jährige Bestehen des Gesetzes über nationale und ethnische Minderheiten. Politisch wertete er die ausdrückliche Erwähnung der deutschen Minderheit im neuen deutschen Koalitionsvertrag sowie die Einrichtung eines Minderheitensekretariats in Polen als positive Signale.

Rafał Bartek, Vorsitzender der SKGD
Foto: Stefani Koprek-Golomb

Besonderen Dank sprach Bartek Bernard Gaida aus, der seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender der AGDM und Vizepräsident der FUEN beendete. „Es ist bemerkenswert, dass jemand aus unserem Umfeld die Minderheiten über so viele Jahre auf europäischer Ebene vertreten hat“, so Bartek.

Die Bilanz 2025 in Zahlen

Die SKGD präsentierte eine Bilanz der Projektarbeit im vergangenen Jahr:

  • Begegnungsstätten: 394 Projekte wurden im Rahmen der Begegnungsstättenarbeit umgesetzt.
  • Jugend & Bildung: Über 1.450 Schüler nahmen am Woiwodschaftswettbewerb der deutschen Sprache teil, während der Rezitationswettbewerb „Jugend trägt Gedichte vor“ rund 3.000 Teilnehmer erreichte.
  • Sport: Die „Miro Deutsche Fußballschule“ betreut 470 Kinder an 12 Standorten.
  • Senioren: Das Projekt „Nie-Sami-Dzielni“ bot in acht Orten soziale Dienste und Workshops für 160 Senioren an.
  • Infrastruktur: Drei DFK-Gebäude (Ottmuth, Cosel, Groß Borek) wurden modernisiert.

Stimmen aus der Region

Zuzanna Donath-Kasiura, Vizemarschallin der Woiwodschaft Oppeln, hob die Bedeutung der Minderheit für das Gemeinwesen hervor: „Die deutsche Minderheit ist in der Region sehr aktiv und gestaltet das kulturelle sowie soziale Leben maßgeblich mit. Deutsche Kultur ist ein fester und akzeptierter Bestandteil unserer Region, der uns alle bereichert.“

Auch Vertreter der Kommunalpolitik, die „Schlesischen Regionalpolitiker“ (Śląscy Samorządowcy), zogen Bilanz. Waldemar Gaida, Landrat des Kreises Groß Strehlitz (Strzelce Opolskie), verwies auf massive Investitionen von fast 55 Mio. PLN, darunter den Bau einer passiven Sporthalle und die Modernisierung des Straßennetzes. Für 2026 kündigte er die Initiative „4×10“ an, um jährlich zehn Kilometer Gemeindewege zu sanieren.

Tomasz Kandziora, Ortsvorsteher der Gemeinde Reinschdorf (Reńska Wieś), ergänzte, dass trotz eines intensiven Arbeitsjahres die Verbindung zwischen kommunaler Arbeit und DFK-Projekten – von Oktoberfesten bis hin zur Aufarbeitung der Lokalgeschichte – hervorragend funktioniert.

Ausblick auf 2026: Dialog und Jubiläen

Für das angebrochene Jahr 2026 setzt die SKGD klare Schwerpunkte. Ein zentrales Ereignis wird das 35-jährige Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages sein, das unter anderem mit einem Festkonzert im Kochanowski-Theater in Oppeln gefeiert wird. Zudem hofft die Minderheit auf erfolgreiche Gespräche am „Runden Tisch“ zwischen den Regierungen in Warschau und Berlin.

Rosemarie Kerner vom DFK Klodnitz
Foto: Stefani Koprek-Golomb

Rafał Bartek schloss mit einem Wunsch nach Beständigkeit und Kooperation: „Ich wünsche mir, dass wir aktiv bleiben und dass die Menschen weiterhin gut miteinander auskommen. Projekte gelingen nur dann, wenn man im guten Dialog bleibt.“

Idź do oryginalnego materiału