Wenige Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA wachsen die Sorgen um restriktive Einreiseregeln. Der Grünen-Politiker Boris Mijatovic kritisiert «autoritäre Tendenzen in den USA» und fordert die Bundesregierung zu einer konsequenten Initiative auf. Die deutsche Regierung lehnt diplomatische Schritte jedoch ab – Einreisebestimmungen seien Sache souveräner Staaten.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat die Einreise in den vergangenen Monaten deutlich verschärft. Mitte Januar kündigte das US-Außenministerium an, die Bearbeitung von Einwanderungsvisa für 75 Länder auszusetzen, darunter Brasilien, Kolumbien, Nepal und mehrere afrikanische Staaten. Diese Regelung betrifft Besuchervisa nicht.
Die USA verhängen seit Januar für 20 Länder ein komplettes Einreiseverbot für alle Visa-Kategorien, darunter Laos, Somalia, Sudan und Haiti. Besonders brisant: Haiti hat sich für die diesjährige Fußball-WM qualifiziert. Deutschland steht auf keiner der US-Beschränkungslisten.
Grünen-Politiker fordert deutsche Initiative
Boris Mijatovic, Mitglied in den Bundestagsausschüssen für Auswärtiges und Menschenrechte, sagte dem Handelsblatt: «Die USA präsentiert sich unter Trump in einem Zustand, die weder die Ausrichtung der WM noch die der Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 verdient hat»
Er forderte: «Es braucht eine konsequente Initiative, um zumindest die beschwerdefreie Einreise und den ungefährdeten Aufenthalt aller Fußball-Fans aus allen Ländern sicherzustellen.»
Auswärtiges Amt: Keine diplomatische Intervention
Die Bundesregierung erteilte dem Vorstoß eine Absage. Staatssekretär Geza von Geyr erklärte auf eine Anfrage der Grünen, souveräne Staaten würden Einreisebestimmungen selbst erlassen.
Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, kritisierte ebenfalls die US-Einreisepolitik. Er sagte der Bild-Zeitung: «Eine Turnierabsage käme allenfalls als Ultima Ratio in Betracht, um Präsident Trump in der Grönlandfrage zur Vernunft zu bringen» – mit Ultima Ratio meinte er das letzte Mittel.
Internationale Kritik wächst
In Großbritannien unterzeichneten Anfang Januar 23 Abgeordnete einen Antrag, der internationale Sportverbände wie die FIFA auffordert, die USA von der Weltmeisterschaft auszuschließen.
US-Grenzbeamte können zudem Social-Media-Profile von Einreisenden durchsuchen. Das Beratungsunternehmen KPMG rät deshalb, keine Inhalte zu veröffentlichen oder zu kommentieren, «die sich auf Präsident Trump oder seine Regierung beziehen».
Die Fußball-WM findet in diesem Jahr in den USA, Kanada und Mexiko statt. 2028 richten die USA die Olympischen und Paralympischen Spiele aus.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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