Federal Reserve: Zehn zu zwei für Leitzins bei 3,5% trotz Trump-Druck

1 godzina temu
Experten rechnen damit, dass die Fed weiterhin nichts am Leitzins ändern wird. Jacquelyn Martin/AP/dpa

Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent belassen – trotz massiven Drucks von US-Präsident Donald Trump. Die Fed entschied am Mittwoch in Washington nach drei vorherigen Zinssenkungen.

Intern war die Entscheidung umstritten: Zwei Trump-nahe Fed-Gouverneure stimmten für eine weitere Senkung um 0,25 Prozentpunkte. Zehn andere Mitglieder des Offenmarktausschusses überstimmten sie jedoch.

Fed-Chef Jerome Powell begründete die Zinspause: «Die Wirtschaft wächst in solidem Tempo, die Arbeitslosenquote ist weitgehend stabil und die Inflation bleibt etwas erhöht.» Auf einer Pressekonferenz erklärte er, es gebe derzeit anhand vorliegender Daten keinen Grund für eine Zinssenkung.

Euro und Märkte profitieren

Die Fed-Entscheidung hatte kaum Auswirkungen auf den Euro-Dollar-Kurs, da Volkswirte sie bereits erwartet hatten.

Der Euro hatte bereits am Vortag deutlich zugelegt – auf über 1,20 Dollar – nachdem Trump irritierende Äußerungen zum Dollar gemacht hatte. Aktuell liegt der Kurs bei rund 1,19 Dollar pro Euro.

Auch Gold erreichte ein Rekordhoch gegenüber dem US-Dollar. Der stärkere Euro begünstigt deutsche und europäische Exporteure in die USA, macht aber Auslandsreisen für US-Amerikaner teurer.

Trump selbst bezeichnete die Dollar-Entwicklung als «hervorragend».

Ausblick und politischer Druck

Ökonomen erwarten zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr auf 3,0 bis 3,25 Prozent. Elmar Völker, LBBW-Research-Analyst, rechnet nicht vor der Fed-Sitzung im Juni mit einer erneuten Leitzinssenkung – der ersten unter Leitung von Powells Nachfolger.

Powells Amtszeit endet Mitte Mai. Zusätzlich steht er unter Druck: Das US-Justizministerium ermittelt gegen ihn wegen angeblich gestiegener Kosten bei der Renovierung des Fed-Gebäudes in Washington.

Zentralbankchefs aus aller Welt äußerten daraufhin ihre Unterstützung für Powell. Trump hatte die Unabhängigkeit der Fed seit seiner erneuten Amtsübernahme vor gut einem Jahr wiederholt infrage gestellt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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