Die EU-Staaten haben den vollständigen Importstopp von russischem Gas bis Ende 2027 endgültig beschlossen. 24 der 27 Mitgliedstaaten stimmten für die Regelung, die vor allem Pipeline-Gas betrifft und erstmals dauerhafte rechtliche Sicherheit schafft – im Gegensatz zu den bisherigen Sanktionen, die alle sechs Monate einstimmig verlängert werden müssen.
Die neue Verordnung sieht vor, dass russisches Pipeline-Gas schrittweise und vollständig bis zum 1. November 2027 nicht mehr importiert werden darf. Für Flüssiggas (LNG) aus Russland gilt ab 2027 ein separates Importverbot, das bereits im Oktober als Teil eines Sanktionspakets vereinbart wurde. Das Europäische Parlament hatte der Regelung bereits zugestimmt, nachdem die Verhandlungsführer der Mitgliedstaaten im Dezember eine Einigung erzielt hatten.
Versorgungssicherheit gewährleistet
Die EU-Kommission hat analysiert, dass ein kompletter Verzicht auf russisches Gas die Versorgungssicherheit nicht gefährdet. Der Weltmarkt biete ausreichend alternative Anbieter. Verbraucher müssten daher keine deutlichen Preissteigerungen befürchten. Die Regelung soll EU-Staaten weniger erpressbar machen und Russlands Kriegsfinanzierung erschweren.
Die Abhängigkeit ist dennoch beträchtlich: Im ersten Halbjahr 2025 importierte die EU Flüssiggas aus Russland für knapp 4,5 Milliarden Euro. Insgesamt bezog die EU 2024 Erdgas und verarbeitetes Gas im Wert von 15,6 Milliarden Euro aus Russland – zum Vergleich: Aus den USA kamen Gasimporte für 19,1 Milliarden Euro.
Energiewende nach Kriegsbeginn
Vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der 2022 begann, deckten Deutschland und viele andere EU-Staaten ihren Energiebedarf größtenteils mit günstigem Öl und Gas aus Russland. Nach fast vier Jahren Krieg will sich die EU nun dauerhaft von dieser Abhängigkeit lösen. Zuvor hatte die Union bereits umfassende Importverbote für andere russische Energieträger wie Kohle und Öl verhängt.
Die Verordnung enthält eine Sicherheitsklausel: Die EU-Kommission kann zeitweise Ausnahmen vom Importverbot für Gas erlauben, wenn ein oder mehrere Mitgliedstaaten ernsthafte Bedrohungen ihrer Versorgungssicherheit feststellen und einen Notfall ausrufen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

1 godzina temu











