AfD-Chef Tino Chrupalla und der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Leif-Erik Holm, haben die aggressive Außen- und Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Chrupalla distanzierte sich von Trumps Vorgehen gegenüber Grönland, Venezuela und dem Iran, während Holm vor den negativen Folgen neuer Handelshemmnisse warnte. Die Kritik ist bemerkenswert, da die AfD oft als Trump-nah wahrgenommen wird.
Chrupalla wandte sich gegen Trumps Ambitionen auf die zu Dänemark gehörende Arktis-Insel Grönland. «Diese imperiale Politik muss kritisch betrachtet werden», sagte er der "Welt am Sonntag". «Man muss aber auch kritisch hinterfragen, inwieweit Donald Trump das wirklich ernst meint.» Trump rechtfertigt seine Pläne mit Sicherheitsinteressen in der Arktis und verweist auf zunehmende Aktivitäten Chinas und Russlands. Er hat Ländern mit Zöllen gedroht, sollten sie sich seinen Initiativen widersetzen.
Holm kritisierte im Handelsblatt die Rückkehr von Handelshemmnissen. «Die Renaissance von Zöllen schadet der Weltwirtschaft und macht Waren für die Bürger teurer», sagte der AfD-Politiker. «Gerade für Deutschland als Außenhandelsnation ist ein florierender Welthandel von enormer Bedeutung.» Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, das in der kommenden Woche stattfindet, soll über den Abbau von Handelsbarrieren diskutiert werden. Holm betonte: «Der internationale Austausch ist wichtig, gerade in Zeiten, in denen der Protektionismus wieder Fuß fasst.»
Kritik an Venezuela- und Iran-Politik
Auch Trumps Politik gegenüber Venezuela und dem Iran stößt bei Chrupalla auf Ablehnung. Zu Berichten über eine mögliche Entführung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten sagte der AfD-Chef: «Es darf nicht sein, dass ein Staatsoberhaupt entführt wird, auch wenn es uns nicht gefällt. Solche Wildwest-Methoden lehne ich ab.» Maduro, der Wahlergebnisse nicht anerkennt, bezeichnete er dennoch kritisch. «Trumps Intervention kann man trotzdem nicht unterstützen, sie ist nicht im Sinne des Weltfriedens.»
Zum Iran warnte Chrupalla vor einer Eskalation. «Es ist eine Aufgabe der Iraner, ihre Regierung auszuwählen», sagte er und forderte, «dass man im Iran nicht interventionistisch eingreift». Ein Eingreifen könne zu einem «großen Krieg mit unzähligen Toten und Verletzten sowie weitere Flüchtlingsströme nach Europa» führen.
Kritik auch von US-Parlamentariern
Trumps Grönland-Politik stößt auch in den USA auf Widerstand. Die republikanische Senatorin Lisa Murkowski sagte während einer Reise nach Dänemark: «Grönland sollte als Verbündeter gesehen werden, nicht als Besitz.» Der demokratische Senator Dick Durbin betonte die enge Bindung: «Sie sind seit Jahrzehnten unsere Freunde und Verbündeten.» Elf US-Abgeordnete trafen sich in Kopenhagen mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen.
Der ehemalige Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte davor, die USA zu unterschätzen, und forderte eine klare Reaktion von Nato und EU. Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland am Mittwoch brachte keine Lösung. Grönland ist als Teil des Königreichs Dänemark Nato-Mitglied und damit Bündnispartner der USA.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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