Schlesische Bauern im Dialog mit der Weltspitze
Die Grüne Woche in Berlin feierte in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Unter den fast 350.000 Besuchern, die das Berliner Messegelände füllten, war auch eine Delegation des Verbandes Schlesischer Bauern vertreten.
In diesem Jahr feierte die Grüne Woche ihr 100-jähriges Bestehen – ein Meilenstein, der fast 350.000 Besucher auf das Berliner Messegelände lockte. Das sind ca. 40.000 Gäste mehr als im Vorjahr.
In Berlin bot sich der Gruppe von 20 Landwirten aus dem Verband Schlesischer Bauern Gelegenheit zu einem Treffen mit der Spitze des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Das Gespräch mit DBV-Präsident Joachim Ruckwied verdeutlichte, dass die Sorgen der Landwirte über die Grenzen hinweg dieselben sind.
Auch Polen ist traditionell stark vertreten. Jedes Jahr ist ein anderes Land Partnerland der Messe, 2011 war Polen, dieses Mal war es zum ersten Mal ein Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern.
Länder aus aller Welt präsentieren sich mit großen Ständen, um die Vielfalt heimischer Produkte zu zeigen. Doch während das Publikum kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt probiert, geht es hinter den Kulissen um die harte Zukunft der Branche.
Grüne Woche BerlinFoto: Verband Schlesischer Bauern
Austausch auf höchster Ebene
Für Bernard Dembczak, den Vorsitzenden des Verbandes Schlesischer Bauern, ist die Grüne Woche ein vertrautes Pflaster. „Ich beobachte die Grüne Woche schon 48 Jahre, weil ich im Jahre 1978 zum ersten Mal dort war“, erklärt Dembczak.
Grüne Woche in Berlin 2026Foto: Verband Schlesischer Bauern
In Berlin bot sich der Gruppe von 20 Landwirten aus dem Verband Schlesischer Bauern Gelegenheit zu einem Treffen mit der Spitze des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Das Gespräch mit DBV-Präsident Joachim Ruckwied verdeutlichte, dass die Sorgen der Landwirte über die Grenzen hinweg dieselben sind.
Kritik an Marktbedingungen und EU-Vorgaben
Eines der zentralen Gesprächsthemen war das geplante Mercosur-Abkommen. Dembczak sieht darin eine massive Gefahr für die europäische Lebensmittelproduktion: „Diesem Abkommen sehe ich mit großer Sorge entgegen, weil beim Anbauen unserer Pflanzen und Züchten der Tiere durch sehr viele Anforderungen der EU beschränkt sind, während in den Mercosur-Ländern mit Mitteln produziert wird, die bei uns längst verboten sind. Fazit: Lebensmittel in der EU zu produzieren kostet einfach mehr und macht das Endprodukt qualitativer und natürlich teurer.“
Treffen in der Hauptstadt: 20 Landwirte des Verbandes Schlesischer Bauern tauschten sich in Berlin mit DBV-Präsident Joachim Rukwied aus.Foto: Verband Schlesischer Bauern
Der Vorsitzende des Schlesischen Bauernverbandes warnt davor, dass Europa im Bereich der Lebensmittel langfristig vom Rest der Welt abhängig werden könnte.
Treffen in der Hauptstadt: 20 Landwirte des Verbandes Schlesischer Bauern tauschten sich in Berlin mit DBV-Präsident Joachim Rukwied aus.Foto: Verband Schlesischer Bauern
Der Besuch in Berlin hat gezeigt, dass die schlesischen Bauern ein Teil des großen europäischen Ganzen sind – kämpferisch, gut vernetzt und bereit für die Herausforderungen der nächsten Jahre.
















